Geschichte

"Zeitzeugen des Joweid Areal"

Seit den Anfängen der Textilindustrie in Rüti hat das Joweid-Areal starke Veränderungen erlebt – von der ersten kleinen Textilfabrik, betrieben durch die Wasserkräfte der Jona. Über die Angliederung der ersten Giesserei an die mechanischen Werkstätten.

Die letzte Webmaschine wird am 28.10.2009 nach Wetzikon transportiert, damit endet die Textilmaschinenära nach 165 Jahren.

Zu neuem Leben erwacht 

Seit 1997 nutzen verschiedene Gewerbetreibende die unterschiedlichen Mietflächen als Ateliers, Büros, Werkstätten oder Lager.

  • 2009

    Das gesamte Areal wird von der Sulzer Immobilien AG an die Joweid Rüti Immo AG verkauft. Umzug der ITEMA nach Wetzikon. Die letzte Webmaschine wird am 28.10.2009 nach Wetzikon transportiert, damit endet die Textilmaschinenära nach 165 Jahren im Joweid-Areal.

    Alle Projekte werden trotz Verkauf weiter vorangetrieben und ausgeführt. Sanierung der Strasseabschnitte (auf der Höhe von Haus 3) entlang der Jona.

  • 2008

    Mietfläche bereitstellen für den Mieter Hannecard AG ins Haus 3

  • 2007

    Gibt die Eigentümerin „Sulzer Immobilien AG“ an einer Mieterinfomation bekannt, dass vorgesehen ist, dass Joweid Zentrum zu Verkaufen.
    Der Standort „Joweid“ wird immer attraktiver für Mieter die bis heute (02.2018) auf dem Areal angesiedelt haben. 

    Activ Fitness Rüti AG
    keypoint services GmbH
    Fisiocenter Joweid
    Hannecard GmbH
    Servus GmbH

     

  • 2005

    Bis 2005 kommen weitere Mieter dazu die bis heute (02.2018) auf dem Areal sind:

    PackSys Global (Switzerland) Ltd.
    BLESS ART  Möbelsysteme GmbH
    MIROPOL GmbH / Lackier - Spritzwerk
    Burkhard Anlagenbau AG
    Schneider Innenausbau
    Elektro Stoffelberg GmbH
    Park AG
    AssuVision GmbH
    Instrumat AG

    Die Eigentümerin „Sulzer Immobilien AG“ hat sich für eine neue Bewirtschaftungsstrategie entschieden.
    Das Kaufmänische wird mit eigenen Mitarbeitenden gemacht. Für den technischen Bereich wird extern vergeben.

  • 2003

    Der Firmenname ändert sich in 'Sultex AG'. Sultex stoppt den Verkauf der G6300 Rapier Webmaschinen, wie von der EU Kommission am 24. Juli 2002 verlangt.

  • 2002

    Fassadenreinigung des Hochhauses (Haus 1) mit einer Hängegondel (Lammelenstoren, Fassade, Aussenfenster und Konservierung der Fassade).
    Projektierung einer Einstellhalle für PW im Haus 2.

  • 2001

    Der Sulzer-Konzern verkauft die 'SULZER TEXTIL' an die italienische ITEMA Gruppe. Das Industrieareal bleibt im Besitz der Sulzer Immobilien AG. 

  • 1997

    Seit Beginn der 90er Jahre und in Zusammenhang mit der flächenmässigen Reduktion der 'Sulzer Rüti' bzw. der 'SULZER TEXTIL' haben sich auf dem Areal sukzessive verschiedenste Firmen eingemietet und bilden heute einen ausgezeichneten Mix unterschiedlicher Branchen. Zu den ersten Mietern zählen:

    Appenzeller WebDesign GmbH
    Glas Schneller GmbH
    Wälti AG Formenbau & Kunstoffwerk
    Stiftung für ganzheitliche Betreuung
    Bleuler Software GmbH
    Weidmann Plastics Technology AG
    HCH. Kündig & Cie AG

  • 1992

    Fertigstellung des Technologiezentrums Weberei 90 (Bauzeit:1990-91 / 85 x 35m).

  • 1991

    BT90/2: Die 2. Etappe mit weiteren 1‘000m2 Bürofläche kann bezogen werden.

  • 1989

    Teilbezug von Büro Technik (BT90, jetzt Haus 5). Gründung der ersten firmeneigenen Band der „Joweid“ am 17. Nov. Der Name „Techno-Rythmics“ wurde aufgrund eines Ideenwettbewerbes geboren.

  • 1984

    Die Sulzer-Rüti AG wird durch die Übernahme der Aktiven und Passiven vollständig in den Sulzer-Konzern integriert. Dr. Fahrni übernimmt die Leitung des Konzern-Bereichs Webmaschinen mit Sitz in Rüti.

  • 1983

    Einführung der Marke 'Sulzer Rüti' für sämtliche Produkte der Greifer-, Projektil- und Luftdüsenwebmaschinen.

  • 1982

    Übernahme der Maschinenfabrik Rüti AG durch die Gebrüder Sulzer AG und Namensänderung auf 'Maschinenfabrik Sulzer-Rüti AG' (bis zu diesem Zeitpunkt hatten rund 500'000 Webmaschinen das Werk Rüti verlassen).

  • 1969

    Verkauf des bisherigen Familienunternehmens an die Georg Fischer AG. Rüti wird zum Zentrum der Textilmaschinengruppe im +GF+ Konzern. Diese Fusion bedeutet gleichzeitig den Eintritt ins Zeitalter der schützenlosen Webmaschine.

  • 1974

    Lizenzabkommen und Partnerschaft mit Lakshimi Automatic Loom Works Ltd./Indien: Fabrikation von Rüti Schützenwebmaschinen Typ C.

  • 1967

    125 Jahre Maschinenfabrik, Rüti

  • 1966

    Bezug des Verwaltungsgebäudes (Bauzeit: 1964-66 / 10 Stockwerke)

  • 1960

    Lizenzabkommen mit der National Machinery Manufacturer Ltd./Indien für die Fabrikation von automatischen 'Rüti' Baumwoll-Webmaschinen.

  • 1952

    Ausgereifte Entwicklungen der Spuhlenwechsel-Automaten in der Anwendung für feinste syntetische Garne. Seiden-Lancierwebstühle mit elektronischem Schussfühler.

  • 1942

    Die Maschinenfabrik Rüti feiert ihr Hundertjahrjubiläum.

  • 1951

    Modernisierung der Wärmeversorgung (Haus 3)

  • 1939

    Eine Hochwasser-Katastrophe und der Ausbruch des 2.Weltkrieges gefährden ernsthaft den Weiterbestand der Maschinenfabrik Rüti.

  • 1928

    Maschinenfabrik Rüti 1928, im Vordergrund die Zahnradbahn

  • 1922

    Durch Gründung des Fürsorgefonds für die Angestellten und Arbeiter wir die Alters- und Invalidenfürsorge einer Stifung übertragen.

  • 1914

    Beim Ausbruch des Krieges wird beinahe ein Viertel der Belegschaft von 1566 Mann aufgeboten. Die Leitung unterlässt nichts, um die Beschäftigung aufrechtzuhalten.

  • 1908

    Erster Magazin-Webautomat System Rüti-Steinen.

  • 1896

    Erster Seidenwebstuhl mit elektrischem Einzelantrieb.

  • 1886

    Umwandlung der Firma 'Caspar Honegger' in die 'Maschinenfabrik Rüti AG', vormals Caspar Honegger.

  • 1883

    Am 7. Januar stirbt Caspar Honegger im 79. Altersjahr.

  • 1877

    Bau der Zahnradwerkbahn, die, die Werkanlagen mit den 12m höher gelegenen Bahnhof verbindet.

  • 1890

    Maschienenfabrik Honegger von Nordosten, um 1890. In der Bildmitte ist noch die Weberei sichtbar. Vor dem burgzinnenbekörnten Standturm seht ein Werkbahnzug.

  • 1873

    Eine Zahnradbahn verbindet die Fabrik in der Joweid mit dem Bahnhof Rüti.

  • 1864

    Mit 60 Jahren zieht sich Caspar Honegger aus dem Geschäft zurück. Die Betriebe „Joweid“ in Rüti, Siebnen und Wanden werden von seinen Söhnen Heinrich und Albert und seinem Schwiegersohn Heinrich Bühler übernommen.

  • 1859

    Am 15. Februar wurde die Strecke Rüti - Rapperswil - Wesen eröffnet.

  • 1853

    Angliederung der ersten Giesserei an die mechanischen Werkstätten in Rüti.

  • 1847

    Im Herbst brach ein Bürgerkrieg aus. Man lud die beweglichen Einrichtungen an Maschinen, Werkzeugen, Modellen und übrigem Mobiliar auf starke Brückenwagen und führte alles in 2 Nächten über die Hurdener-Seebrücke nah Rüti in die "Joweid".

  • 1846

    Der Betrieb Rüti wurde im regnerischen Sommer, von Überschwemmungen heimgesucht.

  • 1842

    Gründung der Maschinenfabrik durch Errichtung einer mechanischen Werkstätte in Siebnen. Die Entwicklung des 'Honegger-Webstuhls' beginnt. Erste Lieferung von 350 Baumwollwebstühlen an Bartholomäus Jenny, Glarus.

  • 1821

    Caspar Honesgger, 17 Jahre alt, wird technischer Leiter der väterlichen Spinnerei und Weberei; sein Bruder Heinrich leitet den kaufmännischen Teil.

  • 1816

    Errichtet Salomon Honegger auf seinem Grundstück eine kleine Textilfabrik, betrieben durch die Wasserkäfte der Jona.

  • 1809

    Salomon Honegger erwirbt ein grosses Landstück in der Gemeinde Rüti, den Wydacher, am Ufer der Jona.

  • 1804

    Geburt von Caspar Honegger in Rüti als Sohn von Salomon Honegger und Regula, Geborener Honegger.